mein 2017 – Jahresrückblick

Kinder Kinder wie die Zeit vergeht. Schon wieder ist ein ganzes Jahr. Ein ganzes Jahr voller Höhen und Tiefen, voller aufregender Abenteuer die wir Alle erlebt haben.
Und wer hätte es gedacht, es ist Zeit für meinen Jahresrückblick. Und wie letztes Jahr gibt es das volle Programm. Mich zu 100%. Also schnappt euch was zu trinken und macht es euch mit einer Schüssel Popcorn bequem, denn es war ein Jahr der unersparten Peinlichkeiten und neben all den Veränderungen konnte ich es natürlich nicht lassen in den guten alten Fettnäpfchen zu baden.

Dieses Jahr fängt schon mal besser an, denn im Gegensatz zu letztem Jahr weiß ich wo ich Silvester verbracht habe. In Potsdam bei meinem Onkel. Das habe ich vorher noch nie getan aber da ich mit meiner Mami, Juli und Jessi (zwei meiner Schwestern) erst im Tropical Island und dann in Berlin war hat sich das als Zwischenstopp angeboten.
Um 0:00 haben wir also vom Balkon aus zugeschaut wie sich die Menschen wie bekloppt die Köpfe einballern und haben mit unserem stilvollen Champagner in der Hand die Raketen die knapp an uns vorbei gezischt sind genossen. Um 08:58 dann hatte Jessi Geburtstag. Natürlich hätten wir ihr auch schon um 0:00 gratulieren können, aber sie hat sich dieses Jahr mal gewünscht dass es getrennt wird, was ich durchaus verstehe und ich will den Geburtstag um nichts in der Welt mit ihr tauschen.
Danach ging es für ein paar Tage nach Berlin.
Da Juli und ich hier ja durchaus öfter sind haben wir also den beiden Großen die Stadt gezeigt und hatten einen typischen Familienurlaub.
Alles gemeinsam machen, einen Scheiß auf den Mainstream geben und abends stundenlang gemeinsam Karten spielen.
Dann sollte es für mich und Juli für eine Woche zu unserem Vater gehen, der ja bekanntlich in der Hauptstadt wohnt.
Allerdings habe ich mich dazu entschieden nicht hinzugehen und ihm stattdessen einen sehr sehr langen Brief zu schreiben.
Zu diesem Zeitpunkt war ich wirklich unglücklich mit der Situation.
Ich habe in meiner Familie was Verhältnisse und Streitigkeiten angeht schon einiges hinter mir und zu diesem Zeitpunkt war ich auf meinen Vater wirklich nicht gut zu sprechen. Jahrelang habe ich mich nicht getraut ihm zu sagen, dass es mir nicht gefällt wie er mit uns umgegangen ist. Er hatte kaum Zeit und hat uns Dinge vorgeworfen die mich wirklich verletzt haben. Zudem hat er gefühlt alles andere über seine eigenen Kinder gestellt und die Zeit in Berlin war er auch nie so wirklich für uns da.
Jetzt mag man sagen ich war zu diesem Zeitpunkt schon fast 18 und da ist man ja gar nicht mehr so sehr an seine Eltern gebunden, aber bei mir ist das anders. Ich war schon immer die Emotionalste in der Familie und hatte ein sehr naja sagen wir lustiges Verhältnis zu meinen Eltern, aber dazu später mehr.
Jessi (meine eins größere Schwester,27) hat mir aber gesagt, da in meinem 18-seitigen Brief einiges steht und ich einfach wieder nach Hause fahre soll ich den Brief persönlich abgeben. Natürlich wollte ich mich davor drücken, weil Konfrontationen noch nie so mein Ding waren aber ja.
Nach einem halbstündigen Gespräch über den Brief und einige Tränen später war eigentlich alles gut.
Ich habe erkannt, dass mein Vater ein Mann ist mit dem man wirklich gut reden kann. Er hatte bisher nie verstanden was diese Kleinigkeiten in uns Kindern anrichten, dass wir verschieden Wege haben Dinge zu sehen und das zu großen Missverständnissen führt. Er hat eingesehen, dass er Fehler gemacht hat und was soll ich sagen mittlerweile freue ich mich wieder auf die Besuche in Berlin.

Zurück in Rüsselsheim bin ich also meiner Alltagsbeschäftigung zu diesem Zeitpunkt nachgegangen. Richtig. Nichts.
Ich hatte 2016 bereits mein Abi gemacht und habe seitdem nichts gemacht.
Ich habe hier und da ein bisschen Nachhilfe gegeben und wurde gefragt ob ich in einem neu eröffnenden Restaurant kellnern will wenn es soweit ist und irgendwo hing auch noch meine Lufthansa Bewerbung in der Luft (HA! Wortspiel nicht beabsichtigt aber ich bin ja so lustig…..)
Der Januar bestand also irgendwie aus Greys Anatomy, stricken und ganz viel schlafen und lesen.
Im Februar dann ging die Faschingssaison beim tanzen so richtig los und auch wenn der Tanz an Fasching eigentlich immer nur Gaudi für kleine Bühne ist und nichts mir unserem Können zu tun hat sind die Kappensitzungen einfach eine richtiges Jahreshighlight. Es macht Spaß, das Team ist geil und auf der Bühne zu stehen ist einfach grandios.

Im Februar dann habe ich einen Bookstagram Meilenstein erreicht. 4.000 Leute sind meiner unspektakulären Seite gefolgt und nachdem ich Luftsprünge gemacht habe gab es dann auch meine „Box voll Bookstagram“. DIeses Gewinnspiel hat mir wirklich unglaublich viel Spaß gemacht.
Noch viel grandioser fand ich aber die Tatsache, dass Leute mögen was ich tue. Ich hatte schon immer irgendwie vor sowas Social Media mäßiges zu machen und habe mich nie getraut. Ich wusste nicht was andere davon halten werden und ja ich würde lügen, wenn ich sage ich habe nichts auf die Meinung anderer gegeben.
Aber ich war überwältigt. Von euch. Von Leuten die mögen was ich tue, denn ich hätte niemals gedacht, dass das passieren würde aber es macht mich glücklich. Danke

Der 10.02 war dann für ich ganz Besonderes. Ich wurde 18!
Um 0:00 haben meine Schwestern und Schwager und Kinder per Skype angerufen und für mich gesungen. Schon da hatte ich Tränen in den Augen.
Als dann auch noch Juli mit einer großen pinken Krone angerannt kam und ich eine Benjamin Blümchen Torte serviert bekam, wusste ich schon der Tag wird perfekt.
Ich habe tolle Geschenke bekommen und war einfach glücklich.
Den Vormittag habe ich genutzt um den Partyraum (und ja der heißt wirklich ganz offiziell so) vorzubereiten.
Nach Julis Schule wurde ich dann von Jessi abgeholt und wir sind alle zusammen zu Jacky gefahren (Ich weiß…viele verwirrende J´s unsere Eltern hatten da so einen Faible)
Dort gab es dann Marmorkuchen und einfach eine schöne Zeit.
Abends ging dann die Party mit Freunden los.
Es wurde getanzt, gesungen und die Cocktail Bar lief gut. Tischkicker und Bierpong waren natürlich klar und auch die peinliche Runde Limbo durfte nicht fehlen.
Ich würde fast behaupten der Abend war legendär.

Am nächsten Morgen während alle schön schliefen bin ich dann den Raum putzen gefahren aber das war jetzt im Nachhinein gar nicht so ein Drama.
Den Tag über haben wir gechillt gekocht und Karten gespielt.
Der restliche Februar war schwierig.
Natürlich habe ich nicht wirklich was gemacht weil naja, kein Job, keine Ahnung was ich mit meinem Leben anfangen will und eine Familie der diese Ungewissheit gar nicht gefällt.
Jeder musste mir also sagen was ich unbedingt tun soll und dass dieses ganze rumgesitze seit einem Jahr ganz schrecklich ist.
Ich war wirklich wütend und hatte nicht mehr die geringste Lust irgendwas mit meiner Familie zu machen bis ich mal wieder eines der berühmten „Jessi-Gespräche“ hatte.
Ich habe daduch so einiges verstanden.
Meine Familie kennt es einfach nicht anders. Alle wussten sie was sie machen wollten und ihr Weg hat bisher super geklappt. Jeder ist erfolgreich und glücklich und natürlich wünschen sie sich das auch für mich.
Das für diesen Erfolg nicht immer jeder den gleichen Weg gehen muss ist für viele schwer zu verstehen.
Meine Mutter hatte Angst, dass ich in dieser Situation stecken bleibe und sich nichts ändern wird und ich mir damit meiner Zukunft verbauen werde.
Was keiner verstanden hat war, dass ich natürlich selbst nicht mit meiner Situation zufrieden war.
Ich hatte keinen wirklichen Sinn in meinem Leben und wusste nicht was ich mal machen will. Das ständige Gedränge meiner Familie hat da auch nicht wirklich geholfen. Man muss ihnen allerdings zu Gute halten, dass ich zurecht als chaotisch faules Stück bekannt war und ich eigentlich ziemlich oft den gewissen Arschtritt nötig hatte. Und wer kann schon ahnen ,dass es in dieser einen Situation anders ist und man mich einfach machen lassen muss und ich nichts brauche außer Unterstützung und Vertrauen. Richtig. Jessi. Sie hat mal wieder meine kleine Welt gerettet und mir gesagt sie vertraut mir. Sie findet es schwer, weil sie selbst Angst hat aber sie vertraut mir und unterstützt mich egal was ich mache oder vor habe. Sie wird für mich da sein und wird diesen Weg mit mir gehen egal wo er hin führen wird.
Diese wenigen Sätze haben wirklich großes in mir bewegt. Danach hatte ich mehr Vertrauen in mich selbst und wusste ich werde es schaffen irgendwo anzukommen und selbstbewusst meinen eigenen Weg zu gehen.

Im März dann hat sich noch nicht so viel verändert. Ich war weiterhin ständig im Fitness Studio hab Fußball gespielt, getanzt und Serien geschaut. Also Alles außer mich um irgend was zu kümmern. Sven (meine beste Freundin die ich immer nur noch Sven nenne weil….gute Frage ist einfach so) hat mich andauert zum Sport entführt und danach zum Essen gehen gezwungen. Möglicherweise entspricht der letzte Satz nicht ganz der Wahrheit aber wer weiß schon was die Wahrheit ist. Es war ziemlich lustig, da ich kein Geld hatte (ich meine woher auch) und sie das wusste und mich einfach konstant auf Alles eingeladen hat. Die Autofahrten waren geprägt von wildem Gegröhle und lustigem Songraten weil Sven wirklich alles andere als begabt ist im lyric hören und Song beschreiben. Wirklich. Schrecklich.

Anfang April hatte ich dann meinen Auswahltag bei der Lufthansa. Ich musste schnicke gekleidet nach Frankfurt um dann dort mein Englisch und meine sonstige Person unter Beweis zu stellen. Das mit dem Englisch hat auch sehr gut funktioniert und eigentlich dachte ich auch das „Vorstellungsgespräch“ sei gut gewesen, aber aufgrund des wundervoll grammatikalisch richtig verwendeten Konjunktivs könnt ihr euch schon denken, dass ich nicht genommen wurde.
Also das „Vorstellungsgespräch“ war auch mehr ein Improtheater und da ich keinerlei Rückmeldung bekommen habe weiß ich auch nicht so richtig was er von mir wollte aber ja. Im Nachhinein wurde mir von einem Lufthansa Mitarbeiter den ich privat kenne gesagt ich bin einfach zu jung und ich finde die Ausrede ganz schön, weil ich dann nichts falsch gemacht hätte, aber ich glaube ich habe ihnen einfach nicht ins Konzept gepasst. Wir werden es nie wissen.
Was ich aber weiß, ist dass ich Ende April dann einen Job hatte. Der neue Burger Laden war kurz vor der Eröffnung und ich war dabei. Ich habe den gesamten Eröffnungstag und die Woche danach quasi alleine gekellnert bis zu 14 Stunden am Tag (falls das jemand offizielles liest stimmt das natürlich nicht und ich habe selbstverständlich gesetzlich vorgeschriebene Pausen gemacht und Alles….natürlich) gearbeitet. Alles andere musste zwar auf der Strecke bleiben aber ich habe das Geld meines Leben verdient und hatte sogar noch Spaß dabei.
Allerdings wurde das immer wenig.
Mein Stundenlohn betrug glorreiche 6,50 wir hatten keine festen Arbeitszeiten und wenn es hieß spring musste ich fragen wie hoch. Es lief so einiges schief und nachdem ich irgendwann mehr über die Kellner und die eingeteilten Zeiten wusste als der Chef war es nur noch lachhaft.
Ich habe Alle neuen Kellner eingearbeitet habe mich gefühlt um extrem viel gekümmert und bin für jeden eingesprungen und habe immer gearbeitet.
Nach über einem Monat dieser Katastrophe war für mich ein Schlussstrich gezogen. SO ging es nicht weiter. Ich habe mit meinem Chef geredet. Ich will geregelte Arbeitszeiten, ich will Pausen und ich will Mindestlohn. Ich habe nicht mehr gefordert als das was mir zusteht und dass ich das „verdiene“ habe ich seit einem Monat unter Beweis gestellt.
Nunja wie das Gespräch verlaufen ist kann ich an dieser Stelle nicht erläutern, da ich sonst ausfallend werden würde und mir die gute Sprache dieses Textes bewahren möchte.
Ich habe aber am nächsten Tag T-Shirt und Schürze abgegeben.
*lustige Bemerkung am Rande. Damals hieß es keine Problem dann kündige halt und im August wurde ich gefragt ob man wieder zusammen kommen könnte und man da mit Arbeit was machen könnte. Ich habe mich gefragt woher der Sinneswandel kam aber nachdem ich einen Blick auf die Google Bewertungen geworfen habe empfand ich durchaus ein wenig Genugtuung*

Ebenfalls im Mai, am ersten um genau zu sein, bin ich „umgezogen“. Also „umgezogen“ im Sinne von ich behalte mein Zimmer aber habe andere Gemeinschaftsräume.
Ich bin in die ehemalige Wohnung meiner Omi gezogen und da mein Zimmer bereits auf dieser Ebene lag war das ganz praktisch.
Zusammen mit Sven und Phillip bin ich also in diese Wohnung gezogen und die WG war ein ziemliches Abenteuer.
Ich war schon vorher lange sehr selbständig was Essen und alles mögliche angeht, so ist man in unserer Familie einfach aufgewachsen, aber jetzt so wirklich für 100% Alles verantwortlich zu sein war schon komisch.
Zu Beginn des Monats musste die WG-Kasse gefüllt werden, die Miete musste bezahlt werden und um den Haushalt muss sich auch gekümmert werde.
Trotz All der Arbeiten bereue ich es nicht ein Stück.
Diese WG ist glaube ich die Beste in der ich je gelebt haben werde und mit Sven in einer Wohnung zu sein toppt glaube ich nichts.

Anfang Juni war ich dann also arbeitslos und hatte ganz viel Zeit. Mal wieder.
Aber das bot sich zu diesem Zeitpunkt an, da wir uns am 1.Juni zwei Katzen abgeschafft haben. Baby und Lucky waren zwei sehr verwöhnte Katzen aus Dubai die aber mittlerweile nicht mehr weg zu denken sind. Baby ist ein kleiner dicker Kater ohne Augen der tollpatschig und nervig zugleich ist, aber seine süßen Momente lassen uns das Alles vergessen.
Lucky war anfangs ganz scheu und mochte niemanden außer Phillip. irgendwann fing sie draußen an alles Katzen anzugreifen und auch Baby.
Irgendwie hat diese Katze es dann geschafft immer mehr in der Wohnung unten zu sein und mittlerweile gehört die Katze ganz offiziell nach unten.
Lucky ist als von einer fauchenden abweisenden Katze zu einer so verschmusten Frostbeule geworden, dass sie mich schnurrend anstarrt bis ich ihr platz unter der Decke mache damit sie sich neben meine Beine kuscheln kann.
Allgemein fällt mir auf, dass ich in dieser WG unglaublich viel erlebt habe.
Ein wirklich lustiger Umzug und die erste WG Party ohne Tisch. Ein ewiger Kampf bis wir eine Spülmaschine hatten und ein Kumpel der zwei Monate bei uns in der WG gelebt hat ohne dass wir so recht wussten wieso eigentlich.
Sven und ich die die Straßen von einem wirklich überflüssigen Baustellenschild befreien und Spieleabende bei denen Cards against humanity für diverse Lacher unter der Gürtellinie sorgte.
Phillip der irgendwie nicht so richtig einziehen wollte und seine Abwesenheit die zum running gag wurde. Einkäufe die chaotischer nicht hätten sein können und eine WG Kasse die für Alles genutzt wurde.

Der Sommer bestand aus ganz vielen Mittagen im Pool und noch mehr Abenden auf dem Balkon auf dem wir ganz fancy unseren Elektrogrill angeworfen haben und tief in der Nacht über die dümmsten Sachen philosophiert haben.  Jeder zweite Abend wurde bei einem Freund im Nachbarort verbracht und nachdem ich jedes Mal während Austin Power ein Schläfchen quer über Alle Leute gemacht habe war ich nachts noch fit um mit den anderen in den eiskalten Pool zu springen. 
Dieser Sommer hatte schon etwas besonderes.
Ein großes Highlight war der Hessentag. vom 9.-18. Juni war in Rüsselsheim der Hessentag und das waren quasi durchgehen Party und Fressemeile
Ich hatte unglaublich viel Spaß und könnte das durchaus jeden Tag haben

Ende Juni gingen dann die Schulferien los und für die erste Woche ging es für Juli, mich und Timur (mein kleiner Halbbruder) nach Berlin um eine Woche Ferien bei meinem Vater zu machen. Zu diesem Zeitpunkt war ich auf einem Lesehoch und habe ein Buch nach dem anderen verschlungen und der Juli war so gut wie nie.
Samstag bis Mittwoch waren wir Kids also in Berlin. Cruisen durch die Stadt, lange Spieleabende bei der Riskio Geschwister in Krieg verfallen lässt und noch längere Lesenächte bei der unser kleiner Bruder uns ganz schön große Konkurrenz macht.
Am Donnerstag ging es dann an die Ostsee nach Eckernförde in ein schönes Hotel. Jeder hatte frei und wir machten drei Tage Familienurlaub am Strand. Das Wetter war traumhaft und wir haben wirklich sehr viele dumme Sachen gemacht. Ich wurde nur noch Glühwürmchen genannt, weil ich anderen beim schlafen nicht stören durfte aber unbedingt lesen wollte und sie Decken über mich geschmissen haben.
Wir haben Todes-Schnick-Schnack-Schnuck gespielt um unseren Streit über den Schlafplatz auf der Couch zu beenden und sind am Strand vor aggressiven Möwen weggelaufen (Lag vielleicht auch an meinem Fischbrötchen aber wäre nur so ne Idee)
Auf dem Rückweg mussten wir natürlich über Wismar fahren und ein Bild mit dem Ortsschild machen
*Wer sich jetzt an dieser Stelle fragt warum zum Teufel das sein muss und was wir Alle an der Stadt Wismar finden obwohl wir da noch nie waren muss wissen dass mein Nachname Wismar ist. Keiner weiß warum und jeder von den Großeltern erzählt eine andere Geschichte über die Herkunft. Das geht von der Mitgründung über Herrschaft über einen Übersetzungsfehler in alle Richtungen. Fakt ist wir heißen Wismar und haben ein Foto mit dem Stadtschild*

Zurück zu Hause habe ich ein paar freie Tage genossen bis es wieder ans packen ging.
In diesen paar Tagen habe ich allerdings noch alles für die Uni fertig gemacht. Ich hatte mich nämlich entschieden Ernährungswissenschaften zu studieren. Das ganze war eigentlich ein lustiger Zufall. Ich hatte von der Studienberatung beim Arbeitsamt ein dickes Buch mit allen Studiengängen bekommen und mich hat nichts so richtig angelacht. Als Svenja dann meine schau mal bei Ökotrophologie habe ich mich im Internet informiert und irgendwie bin ich einfach daran hängen geblieben. Leider gab es den Studiengang nur nicht hier in meiner Umgebung sondern erst wieder in Gießen. Immerhin konnte ich dort aber auch Ernährungswissenschaften studieren.
allerdings ging es dann erstmal in den nächsten Urlaub
Für zwei Wochen hieß es ab nach Österreich. Das ist für mich in so fern nichts Neues, da wir alle schon immer die Berge geliebt haben und ich bereits etwa 8 mal in der Schweiz und 5 mal in Österreich war. Berge und Selbstversorger Urlaube sind und bleiben für mich das Schönste.
Diesmal war die Besonderheit allerdings, dass wir mit ALLEN gefahren sind.
Das bedeutet meine Omi und meine Mami, Juli und Ich, Jacky mit Mann und zwei Kindern. Nur Jessi leider ohne Mann, da er keinen Urlaub bekommen hat.
Allein die Hinfahrt war ein sehr lustiges Erlebnis und der Urlaub war einfach toll.
Wir waren auf einem Bauernhof in einer schönen kleinen Ferienwohnung in der Alle Platz hatten. Jeden Tag wurde gemeinsam gekocht und gemeinsam gegessen. Ausflüge in Parks und auf Berge und Spieleabende mit Doppelkopf, Abenteuer Tierwelt und die Siedler von Catan.
Die Vermieter waren unglaublich nett und mein Neffe durfte sogar mit auf dem Traktor fahren und zusammen mit meinem Schwager abends auf die Weide fahren um ein neues Kalb nach Hause zu holen.
Einen Tag früher als die Anderen sind wir wieder nach Hause aufgebrochen und als ich morgens um 5 noch in Österreich war und aufgebrochen bin war ich abends um 18:00 schon wieder mit Tasche und Zelt bepackt auf dem 25. Trebur Open Air. Stars und Sternchen treten auf aber ich muss offen gestehen bis auf Alice Merton habe ich Niemanden gesehen, da die Hauptattraktion dieses Festivals auf dem Campingplatz abläuft.
Den Lieben langen Tag wird Flüssigkeit zu sich genommen die kein Wasser ist, man spielt Dixi-Bingo und gammelt in Campingstühlen vor sich hin.
Alle zwei Minuten hört man dass jemand in die Nacktbar will und die Schlauchgang bringt alle zum Schlauchen (wird wohl in anderen Gegenden trichtern genannt für alle die jetzt keine Ahnung haben wovon ich rede)
Das Festival war ein glorreicher Abschluss des Sommers.
Denn für mich war der Sommer dann wirklich quasi gelaufen.

Etwa eine Woche nach dem Festival wurde ich nämlich operiert. Mein Füßchen hat mir nämlich schon eine ganze Weile Probleme gemacht und es war an der Zeit das zu beheben. Ich habe nämlich an beiden Füßen eine Fehlstellung des großen Zehs und für mein Alter was das schon sehr weit ausgeprägt und ich hatte immer mehr Probleme mit dem laufen und Sport.
Ich wurde also operiert und habe an die OP selbst nur lustige Erinnerungen weil ich vom Dormicum in meiner ganz eigenen Welt war bis ich dann in Vollnarkose war.
Als ich dann aufgewacht bin haben die Schmerzmittel nicht so recht gewirkt aber es ging
Es war auch Alles ganz in Ordnung bis nach zwei Tagen die extra gesetzte örtliche Betäubung nachgelassen hat. Das war hässlich.
Aber ich habe wieder gelernt zu laufen und hüpfe wieder fröhlich im Turnen und auf dem Laufband rum also ist alles gut gegangen und ich bin glücklich darüber.
In der Zeit in der ich ans Bett gefesselt war habe ich nicht wirklich irgendwas gemacht. Ich war in diesem Zustand gesteigerter Bocklosigkeit und habe nur Serien geschaut oder wurde von Svenja im Einkaufwagen durch den Supermarkt geschoben damit ich „mal an die Frische Luft komme“.
Außerdem musste ich die ganze Zeit überlegen wie ich das mit dem Studium jetzt mache.
Gießen ist mit den Öffis von Tür zu Tür gute zwei Stunden entfernt und ich wollte nicht von zu Hause weg. Ich wollte auf gar keinen Fall aus der WG ausziehen, aber eigentlich wollte ich es nur nicht wahrhaben. Ich wusste schon lange dass ich ausziehen muss und wohl auch werden.
Also habe ich mich langsam auf die Suche nach Wohnungen gemacht.
Zum Glück schnell war dann auch etwas sehr schönes gefunden und mit etwas Zimmer hin und her bin ich dann zu stolzen Mieterin meiner schönen 8qm geworden. Läuft bei mir.
Also hieß es Umzug organisieren und die letzte Zeit zu Hause in der WG genießen.
Ich hatte wirklich Angst auszuziehen.
Ich wollte nicht von Svenja und Phillip weg und ich wollte nicht aus der Stadt wegziehen in der ich aufgewachsen bin.
Ich wollte nicht von meiner Mama weg. Auch wenn meine Mutter und ich wirklich viel und ich meine wirklich viel gestritten haben und ich 2016 auf dem Höhepunkt sogar drei Wochen bei Jessi gewohnt habe, bin ich extrem an meine Mutter gebunden.
Ich wollte auch nicht weg von Juli. Sie ist zwar angeblich zwei Jahr jünger aber wir bezeichnen uns immer als Zwillinge. Wir haben alles zusammen gemacht und machen das auch jetzt noch. Wir haben uns ewig lange ein Zimmer geteilt und hatten den selben Freundeskreis (meistens habe ich mich zu ihren Freunden geschmuggelt weil ich keine hatte haha) Wir hatten ein Hochbett, also wir haben sogar immer noch ein Hochbett und haben gemeinsam gespielt. Ich konnte mich nie alleine beschäftigen.
Meine kleine Schwester zu verlassen war ziemlich hart für mich.
Ich wollte auch nicht das Haus verlassen in dem ich groß geworden bin. Das Haus in dem ich so unglaublich viel erlebt habe und mit dem ich so viel verbinde.
Als ich am 19.9 dann umgezogen bin war Alles anders. Eine kleines WG Zimmer neue Leute neue Stadt und ein gefühlt komplett neues Leben.
Schnell hat sich aber Alles zum Guten gewendet. In der Ersti-Woche habe ich wirklich tolle neue Leute kennengelernt und wir sind mittlerweile zu einer richtigen kleinen Truppe geworden und machen extrem viel zusammen.
Ende September stand dann die erste Meisterschaft vom Tanzen an. Der Deutschland Cup. Da ich allerdings aufgrund der OP aber sehr lange ausgefallen bin und zu diesem Zeitpunkt gerade erst meinen hässlichen Klumpschuh losgeworden bin war ich für diese Tuniersaison leider nicht aufgestellt.
Der Deutschland Cup hat viel Spaß gemacht und auch wenn wir am Ende nicht mit unserer Platzierung zufrieden waren hatten wir viel Spaß.

Im Oktober stand dann die Buchmesse an. Ich konnte es gar nicht erwarten all die tollen Menschen hinter den Accounts kennenzulernen und habe mich riesig gefreut. Ich habe ganz viele Leute endlich mal persönlich getroffen. Dazu gehören natürlich Sophie und Vani, und auch Eve zu treffen war sehr schön. Bei Bookstagram Treffen kam ich dann gar nicht mehr klar und als ich freitags abends mit @lilys.wortwelt, ihrem Bruder und ein paar Freunden essen war habe ich gemerkt wie toll Bookstagram eigentlich ist und was für eine riesige Familie wir sind. DIe Buchmesse war ein unglaublich tolles Erlebnis und ich kann es gar nicht erwarten euch Alle auf der LBM oder der nächsten FBM wieder zu sehen.

Am 16.Oktober hat mein Studium dann offiziell begonnen und ich war ziemlich gespannt. Mein Stundenplan war nicht sehr voll und ich hatte keine schweren Praktika oder Ähnliches. Schnell habe ich es dann aber unterschätzt und war eindeutig zu selten anwesend, sodass ich einiges nachholen musste aber auch das hat sich wieder gefangen und ich bin dabei mich gut in mein Studium einzufügen und zurecht zu finden.

Ich habe immer noch keine Ahnung ob Ernährungswissenschaften der richtige Studiengang für mich ist, aber es macht mir Spaß und mein Weg momentan gefällt mir also ist es auf jedenfall zu diesem Zeitpunkt das Richtige für mich und darüber bin ich sehr froh.

Im November war ich extrem viel unterwegs.  Das erste Wochenende war ich in Recklinghausen auf der deutschen Meisterschaft wieder mit dem Tanzen. Auch hier stand das Erlebnis im Vordergrund aber wir wurden am Ende 5. und waren damit dann doch recht zufrieden auch wenn es leider nicht für die Weltmeisterschaft gereicht hat.
Am Donnerstag den 9.11 ging es für mich dann nach Uelzen. Wer sich jetzt fragt was das ist und wo das liegt kann gerne Google benutzen.
Der Grund dafür war #Hannegard. Ich habe dort meine liebe Marina die der eine oder andere vielleicht vom Account @zeilentraumfaenger kennt besucht. Falls es bei euch noch nicht klingelt, sie ist die die „immer“ „alle“ Young adult Bücher „hatet“ und dafür hass Nachrichten bekommt. Sie ist dafür bekannt in Fettnäpfchen zu baden und ziemlich geile Hassrezis zu schreiben.
Aber vor Allem ist sie dafür bekannt eine wundervolle liebevolle Person zu sein mit der man immer über Alles reden kann.
Das Wochenende bei ihr war grandios. Wir haben den ganzen Tag im Bett gelegen Kindeserien geschaut und Junk Food gegessen.
Die Krönung war dann noch ihr Geburtstag. Sie hasst mich weil ich ihr etwas geschenkt habe aber damit kann ich durchaus leben. Das Essen mit ihrer Familie am Sonntag war einfach nur lustig und ich vermisse die Zeit mit ihr wirklich. Ich hoffe wirklich, dass man das nächstes Jahr wiederholen kann und falls ihr Marina noch nicht kennt verpasst ihr etwas.
Das dritte Wochenende war ich dann mit meinen kleinen Geschwistern in Berlin bei meinem Vater und auch hier hatten wir unter an dem mit einem Besuch der Sternwarte eine sehr schöne Zeit. Außerdem hat mir mein Vater an diesem Wochenende gesagt dass er sehr stolz auf mich ist und meine Entwicklung sieht. Er hat gesagt, dass das Jahr Pause das beste war was mir hätte passieren können. Das hat mich extrem gefreut und sehr glücklich gemacht so etwas zu hören.
Das letzte Novemberwochenende bin ich dann wieder in den Zug gestiegen und diesmal Richtung Süden gefahren.
Wieder hieß es für eine Freundin zu treffen, die ich über das bloggen kennengelernt habe. Dieses Mal habe ich Lily von @lilys.wortwelt getroffen.
Freitags bin ich hingefahren und dort habe ich sie und ihren Bruder wiedergesehen und ihren Mann kennengelernt.
Ich kann nur sagen sie und ihre Familie sind total herzlich und super nett. Ich habe mich toll mit Allen verstanden und habe sie alle richtig ins Herz geschlossen.
Freitags haben wir dann auch noch den Geburtstag ihres Bruders gefeiert. Es war ein ziemliches Erlebnis.
Samstags war chillen angesagt und zusammen mit der super süßen Hündin Maja haben wir auf der Couch Filme geschaut.
Natürlich durfte es nicht fehlen, dass wir mittags Sushi gemacht haben und ein entspannter Abend hat das Wochenende perfekt gemacht.
Ich habe die Zeit bei Lily richtig genossen und freue mich all die tollen Menschen im März auf der FBM wieder zu sehen.

Der Dezember stand ganz im Zeichen von Bookstagram. Mein Adventskalender startete. Ich hätte niemals gedachte, dass so unglaublich viele Leute mitmachen würden  und ich so viel positives Feedback bekommen würde. Ich bin wirklich dankbar für jeden von euch der mitgemacht hat und muss mich an dieser Stelle auch nochmal bei allen Autoren, Shops und Verlagen für diese unglaublich coole Zusammenarbeit bedanken.
Es war anstrengend aber hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das nächstes Jahr wieder machen werde.
Sonst war der Dezember relativ entspannt und ich habe mich um Geschenke für Weihnachten gekümmert.
Weihnachten stand dann mal wieder an und es war wie jedes Jahr vorher stressig und dann aber schön.
Heiligabend haben wir im kleineren Kreis mit 12 Leuten verbracht und am 1. Weihnachtsfeiertag hat sich dann wie immer der ganze Klan versammelt und wir feiern mit 28 Leuten in unserem Häuschen. Weihnachten ist für mich immer etwas ganz Besonderes und ich liebe die Zeit mit der ganzen Familie.
Nach Weihnachten habe ich dann Alles erledigt was ich vorher nicht mehr geschafft habe und dann sind wir tatsächlich in dem Moment angekommen in dem ich seit 4 Stunden am PC sitze um diesen Beitrag zu schreiben.

Den Jahresrückblick zu schreiben hilft mir immer sehr mit dem vergangenen Jahr abzuschließen. Erst jetzt merke ich was dieses Jahr Alles passiert ist und sicher fällt mir im Nachhinein auf dass ich die Hälfte vergessen habe aber ich glaube es ist nicht möglich ein ganzes Jahr zusammenzufassen ohne irgendetwas zu vergessen.
Ich denke ich bin mit meinem 2017 sehr zufrieden, da ich ziemlich viel erreicht habe und dass ich sehr zufrieden mit meiner Entwicklung bin.
Natürlich muss ich weiter an mir arbeiten und auch 2018 besser werden aber ich bin auf einem guten Weg und freue mich auf ein geniales 2018 mit euch.

Damit wünsche ich euch einen guten Rutsch und ein geniales Jahr 2018!