Kommentar zu Flüchtlingsgedanke

Gestern habe ich einen Text veröffentlicht.

Flüchtlingsgedanken ist ein Text, den ich vor über einem Jahr geschrieben habe, aber ich finde er ist noch genauso aktuell wie damals.

Es lag mir sehr am Herzen diesen Text online zu stellen, um auch gleich mal von Anfang an klar zu stellen, wie ich über solche Themen denke.

Ich finde es erschrecken und traurig, dass so viele Menschen vergessen, dass wir alle Menschen sind.
Warum spielt es so eine große Rolle woher man kommt.
Wäre ich 200km weiter östlich geboren käme ich aus einem ganz anderen Land. Auch wenn ich dann noch die selbe Person wäre, würde man sich mir gegenüber ganz anders verhalten, weil man weiß woher ich ja „eigentlich“ komme.
Lächerlich.

Warum machen wir uns so unglaublich viele Gedanken darüber was das für schlechte Menschen sind und wie wir uns bloß vor ihnen schützen können.

Warum machen wir uns nicht über wichtigere Dinge Gedanken?
Nämlich wie wir diesen Menschen helfen können und vor Allem was wir tun können damit sie so schnell wie möglich das bekommen was sie sich am meisten wünschen.
Nach Hause zurückkehren.

Denken all diese „besorgten Bürger“ denn wirklich die Menschen wollen dass ihre Heimat, der Ort an dem man sich am Geborgensten fühlt, zerstört wird? Das man in ein Land flüchtet, in dem die Politik zwar offen ist, es aber durchaus bekannt ist, dass eine Großzahl von Menschen aggressiv und rassistisch gegenüber diesen Menschen ist?
Denken sie, dass all diese Menschen freiwillig so unglaublich viel Geld ausgeben, nur um sich in ein nicht seetaugliches überfülltes Boot zu setzen, von dem sie ganz genau wissen, dass die Chance an irgend einem sichere Ufer anzukommen verschwindend gering ist?
Kein vernünftiger Mensch würde das machen.
Es sei denn man hat keine Wahl.
Es sei denn die Alternative wäre Krieg. Die eigene Familie jeden Tag der Gefahr des Tods aussetzen.

Ich hasse diese ganzen Sätze wie „Die haben doch sogar Smartphones, so arm können die doch gar nicht dran sein“.
Was soll das denn? Die Menschen die aus ihrer Heimat flüchten sind doch keine Hinterwäldler!
Das sind Menschen wie du und ich.
Meistens ist das Handy der einzige Kontakt zu der Familie, den Freunden und Verwandten die zurück geblieben sind, weil sie sich den einzigen Weg in die erhoffte Sicherheit nicht leisten konnten.

Jeden Tag schauen diese Menschen auf den Bildschirm ihres Handys in Erwartung eine weitere Nachricht mit einer Todesmitteilung zu erhalten. Eine weitere Person hat es nicht geschafft.

Ich habe diesen Text geschrieben, um meiner Meinung Ausdruck zu verleihen.

Ich hoffe dieser Kommentar macht nochmal verständlicher was ich für so wichtig halte.

Aber jeder hat natürlich eine andere Meinung und das respektiere ich.

Was denkt ihr denn dazu?
Schreibt es doch einfach in die Kommentare

 

eure Neomi